Hafen
Shanghai liegt an der Mündung des Jangtse. Seit 2010 ist der Hafen der größte Containerhafen der Welt, jedes Jahr werden dort Dutzende Millionen Standardcontainer umgeschlagen.
Die Stadt am Huangpu. Auf der einen Seite Gärten aus der Ming-Zeit, auf der anderen das höchste Gebäude Chinas. Ein Tag, vom Morgennebel bis in die Nacht.
6:00, Morgen
An manchen Morgen liegt der Nebel so dicht über Pudong, dass nur noch die Spitzen der drei höchsten Türme herausragen.
Im März und April blühen in Shanghais Parks die Kirschbäume. Am bekanntesten ist das Kirschblütenfest im Gucun-Park im Norden der Stadt. Wer früh kommt, hat die Wege fast für sich.
Westlich des Huangpu liegt das alte Shanghai. Der Yu-Garten wurde ab 1559 in der Ming-Zeit angelegt, rundherum liegt der Yuyuan-Basar mit geschwungenen Dächern, Teehäusern und Garküchen.
Zum Teehaus Huxinting mitten im Teich führt eine Brücke mit neun Knicken. Einer alten Vorstellung nach können böse Geister nur geradeaus gehen.
Am Bund, der alten Uferpromenade in Puxi, stehen Bank- und Handelshäuser aus den 1920er-Jahren. Gegenüber, auf der anderen Seite des Huangpu, wächst das junge Finanzviertel Pudong in die Höhe.
Vor 1990 lagen in Pudong vor allem Felder und Lagerhallen. Dann begann der Bau des Finanzviertels Lujiazui, und alle paar Jahre kam ein neuer Rekord dazu.
Shanghai liegt an der Mündung des Jangtse. Seit 2010 ist der Hafen der größte Containerhafen der Welt, jedes Jahr werden dort Dutzende Millionen Standardcontainer umgeschlagen.
Die Shanghaier Börse wurde 1990 wiedereröffnet und gehört heute zu den größten der Welt. In Lujiazui sitzen Banken und Konzerne aus aller Welt.
Die Magnetschwebebahn verbindet den Flughafen Pudong mit der Stadt. Sie fährt heute bis zu 300 km/h, bis 2021 waren es sogar 431 km/h.
21:00, Nacht
Abends leuchten die Fassaden am Bund und in Lujiazui. Den besten Blick hat man von der Promenade am Bund, wenn sich die Lichter im Huangpu spiegeln.
Aus der Luft
Der ganze Tag noch einmal, in zufälliger Reihenfolge
Shanghais Aufstieg verlief in wenigen Jahrzehnten besonders rasant.
Shanghai wird als Handelsort am Fluss Kreisstadt und wächst durch Baumwolle und Schifffahrt.
In der Ming-Zeit wird der Yu-Garten angelegt, als Privatgarten einer Beamtenfamilie.
Nach dem Ersten Opiumkrieg wird die Stadt für den Außenhandel geöffnet. Internationale Konzessionen entstehen.
Shanghai gilt als „Paris des Ostens“ und wird zum führenden Handels- und Kulturzentrum Asiens.
Mit der Gründung der Volksrepublik China wird Shanghai regierungsunmittelbare Stadt. Sie bleibt Chinas wichtigstes Industriezentrum, die Öffnung zur Welt folgt erst Jahrzehnte später.
Die Entwicklung des Bezirks Pudong beginnt, die Börse wird wiedereröffnet.
Eine Weltstadt mit Hochhäusern, Hafen, Industrie und internationaler Messe- und Forschungslandschaft.
Im Blog erscheinen bald Beiträge zu Reisen, Wirtschaft und Alltag in der Stadt.
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